Altes Haus, was nun?…

… Zwischen Wollen und Können, lautete das Motto des 85. Tags für Denkmalpflege am 18. Juni 2017 in Oldenburg. Es war bunt, laut und sehr sonnig. Insgesamt 25 Aussteller bezogen ihre Zelte und Stände von 13 bis 17 Uhr auf dem „Markt der Möglichkeiten“. An diesem Tag bestand die Möglichkeit, direkt mit den Menschen zu kommunizieren, die hinter den Institutionen stecken. Man konnte ihnen bei ihrer Arbeit zuschauen, die sie mitgebracht hatten, ihnen Fragen stellen, ganz einfach mit ihnen ins Gespräch kommen. Auf einem Rundgang stellte der Moderator Ludger Abeln einige der Akteure vor, was über die Lautsprecher auf dem ganzen Platz zu hören war.

Runde 1 des Podiumsgesprächs, v. l. n. r. L. Abeln, A. Bewernitz, St. Winghart, J. J. Assendorp, J. Schulte to Bühne.

Eröffnet wurde der 85. Tag für Denkmalpflege mit einem Podiumsgepräch. Zwölf Vertreterinnen und Vertreter aus den verschiedensten Bereichen der Denkmalpflege, aufgeteilt auf drei thematisch unterschiedliche Diskussionsrunden, erörterten Wirklichkeit und Anspruch heutiger Denkmalpflege. Darüber, dass die Begeisterung für historische Gebäude bereits in jungen Jahren geweckt werden sollte, waren sich alle Gesprächspartnerinnen und -partner einig. Das forderten Dr. Ursula Schirmer von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Bonn, Meike Gerchow, Denkmalnetz Bayern, München sowie Prof. Dr. Henny A. Groenendijk, Rijksuniversiteit Groningen am 85. Tag für Denkmalpflege genauso wie Prof. Dr. Barbara Welzel, Technische Universität Dortmund in der Podiumsdiskussion des Eröffnungsplenums der VDL-Tagung am Folgetag.

Das Schlagwerk Nordwest während des Podiumsgesprächs beim 85. Tag für Denkmalpflege in der Exerzierhalle.

Inhalte der Denkmalpflege sollten sowohl in der Lehrer- und Architekturausbildung verankert als auch in den Curricula der Grundschulen untergebracht werden. Der Architekt Ejnar Tonndorf aus Oldenburg bestätigte diesen Befund aus eigener Erfahrung. Seine Begeisterung für „alte Häuser“ wurde in seiner Jugend mit einem sanierungsbedürftigen Teehaus geweckt. Auch der Leiter des Schlagwerks Nordwest, Axel Fries, betonte, dass er bereits den Sechsjährigen mit nachhaltigem Erfolg musikalische Grundlagen vermittle, wofür es in der Pubertät zu spät sei. Das bundesweit bekannte Percussion-Ensemble „Schlagwerk Nordwest“ sorgte sowohl drinnen während des Podiumsgesprächs als auch draußen mit seinen mitreißenden Einsätzen immer wieder für Abwechslung.

Als Akteure dabei waren:

ANNO. Gesellschaft zur Erhaltung ostfriesischer Kultur- und Baudenkmale e. V.

Architektenkammer Niedersachsen/Lavesstiftung

Bund Heimat und Umwelt in Deutschland (BHU)

Denkmalnetz Bayern

Arge Deutsche Fachwerkstädte e. V. in Kooperation mit „denkmal an Schule“ (NLD)

Deutsche Stiftung Denkmalschutz – Ortskuratorium Oldenburg

Deutsches Nationalkomitee für Denkmalschutz

Gesellschaft für Denkmalpflege in Niedersachsen

GLOBE Gemeinnützige Genossenschaft Globe-Oldenburg eG. In Gründ.

Das Handwerk/Zentralverband des Deutschen Handwerks

HAWK Fakultät Bauen und Erhalten

Interessengemeinschaft Bauernhaus

Jade Hochschule Wilhelmshaven Oldenburg Elsfleth

Jugendbauhütte im Landkreis Stade

Monumentendienst

Mühlenvereinigung Niedersachsen Bremen e.V.

Museumsdorf Cloppenburg

Netzwerk Baukultur in Niedersachsen

Niedersächsischer Heimatbund e.V.

Oldenburgische Landschaft

Restaurator im Handwerk e.V., Landesgruppe Nord

Schlossmuseum Jever

Stadt Oldenburg

Stichting Oude Groninger Kerken

Wikimedia Deutschland e.V.

Die Musik kam vom Schlagwerk Nordwest

 

Am Podiumsgespräch teilgenommen haben:

Runde 1:

  • Jan Joost Assendorp, ehem. Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Abt. Archäologie, Lüneburg
  • Dr. Julia Schulte to Bühne, Niedersächsischer Heimatbund, Hannover
  • Prof. Dr. Stefan Winghart, Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover
  • Arend Bewernitz, Fachdienst Bauordnung und Denkmalschutz, Oldenburg

Runde 2:

  • Bente Juhl, Monumentendienst, Ahlhorn
  • Detlev Kroschel, 1. Vorsitzender Brunottescher Hof e.V., Gronau (Leine)
  • Dr. Ursula Schirmer, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
  • Ejnar Tonndorf, Architektenbüro Tonndorf, Oldenburg

Runde 3:

  • Daniel Fuhrhop, Autor und Publizist, Oldenburg
  • Meike Gerchow, Denkmalnetz Bayern, München
  • Dr. Henny A. Gronendijk, Universität Groningen, Groningen (NL)
  • Siegfried Janke, Gesellschaft für Denkmalpflege in Niedersachsen e.V., Hannover

Im Namen des Organisationsteams bedanke ich mich ganz herzlich bei allen Ausstellern, Podiusmgästen, Musikern, Technikern, Caterern, dem Moderator und allen weiteren helfenden Händen für diesen gelungenen 85. Tag für Denkmalpflege in Oldenburg!

Beitragsbild: Der „Markt der Möglichkeiten“ am 85. Tag für Denkmalpflege, 18.06.2017 in Oldenburg. Foto+Bildrecht: Carina Wehrstedt/NLD (2017).

Alle weiteren Fotos+Bildrechte: Carina Wehrstedt/NLD (2017).

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