Licht aus, Film ab! Im GLOBE-Oldenburg

Was ist das GLOBE? Ein Kino – ein Theater mit Orchestergraben – ein Konzertsaal. Was noch? Eine Sensation! 1954 von der Britischen Armee auf einem Kasernengelände im Herzen der Stadt Oldenburg erbaut, ist es heute noch im denkmalgeschützten Originalzustand seiner Bauzeit innen sowie außen erhalten.
Das GLOBE ist ein bundesweit einmaliges kulturhistorisches Denkmal. Und es ist ein Zeitzeuge der Nachkriegszeit in Deutschland für den Aufbau von Demokratie und Verfassung mit Hilfe der Alliierten.

GLOBE-Oldenburg (c) Frauke Engelmann

GLOBE – Ein Kulturzentrum für alle

Im April haben wir die Kulturgenossenschaft GLOBE-Oldenburg gegründet. Bald werden wir den Status „Gemeinnützig“ erhalten.
Unser Ziel ist, das GLOBE zu kaufen, zu sanieren und danach als spartenbreites Kulturzentrum für alle Bereiche der darstellenden Kunst den Kulturschaffenden und Kulturinteressierten in Oldenburg und umzu anzubieten. Ferner kann und soll es dann auch als Dokumentationsraum für seine vielfältigen Zeitzeugenqualitäten dienen.

GLOBE-Oldenburg. Historische Aufnahme der Eingangshalle aus den 1950er Jahren (c) Norbert Pollak, Oldenburg-Film.

GLOBE – Am 85. Tag für Denkmalpflege, 18. Juni 2017

Besuchen Sie uns am 85. Tag für Denkmalpflege, 18. Juni 2017, 13 bis 17 Uhr an unserem Stand Nr. 9 auf der Freifläche am Pferdemarkt zwischen der Exerzierhalle und der bau_werk-Halle. Wir haben eine Antwort auf die Frage des Tages: „Altes Haus, was nun? Zwischen Wollen und Können“. Informieren Sie sich über das GLOBE und unsere Initiative seiner Rettung und Wiederbelebung.
Wir freuen uns sehr über die Einladung der Stadt Oldenburg und des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege, zum 85. Tag für Denkmalpflege unsere Kulturgenossenschaft GLOBE-Oldenburg präsentieren zu können.
Weitere Informationen zum Ort, zum Programm und zu allen weiteren Akteuren.

GLOBE-Oldenburg – die Kulturgenossenschaft

Im Jahre 2008 wurde ein im Herzen der Stadt Oldenburgs liegendes Kasernengelände von der Bundeswehr verlassen und im Jahr 2012 von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) an einen Privatinvestor verkauft.

GLOBE-Oldenburg. Der historische Saal mit 405 Sitzplätzen (c) Frauke Engelmann

Seit 1992 steht das GLOBE auf diesem Gelände ungenutzt und droht zu verfallen. Es ist ausgesprochen reichhaltig ausgestattet, besitzt 405 Sitzplätze und eine große Bühne samt Schnürboden für Kulissen. Angrenzende Räume bieten vielerlei Nutzungsmöglichkeiten, inmitten eines Wohngebiets im Herzen der Stadt Oldenburg.

GLOBE-Oldenburg. Wasserschäden an der Decke des Saals (c) Frauke Engelmann

Derzeit entstehen auf dem Gelände in Neu-Donnerschwee circa 850 Wohnungen in meist denkmalgeschützter Bausubstanz. Dabei wird großer Wert auf alle Aspekte von Inklusion und einem Miteinander der angestammten Bewohner im Stadtteil sowie der neuen Bewohner in Neu-Donnerschwee gelegt. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde schon zu Beginn des Umgestaltungsprozesses ein Forum für die Bürgerinnen und Bürger gegründet, in das auch der örtliche Bürgerverein engebunden wurde.

GLOBE – Die Geburt der Genossenschaft

Im Dezember 2016 stellten die Bürger des Quartierstreffen die Frage, wie in Zukunft mit dem GLOBE umgegangen werden soll. Die Quartiersrunde stellte ihren Wunsch nach Wiederbelebung des GLOBE vor. Ihre Vision: eine Begegnungs- und Kulturstätte im Quartier. Nach einer umfangreichen Sanierung soll das GLOBE für viele kulturelle Zwecke zur Verfügung stehen: Kino, Schauspiel, Konzert, Varietee / private Feiern / Seminare / Vorlesungen / Ausstellungen / Dokumentation / Musikunterricht / Proben. Diese Anfrage wurde an einige in Oldenburg bekannte und engagierte Kulturschaffende weitergeleitet, die sich im Januar 2017 zu einer ersten Besprechung trafen. Hier wurde die Idee „Genossenschaft“ geboren.

GLOBE-Oldenburg. Dieses Kinogestühl kann noch gerettet werden – mit Ihrer Hilfe! (c) Frauke Engelmann

Nach einem ersten öffentlichen Treffen im ehemaligen Offizierskasino der Kaserne Donnerschwee wurde allen klar, welches Großjuwel hier in der Stadt vorhanden ist. Die Initiative formierte sich zunehmend zu einem aktiven Kern von circa 40 Personen. Kontakte zum Genossenschaftsverband, der örtlichen Tageszeitung und der Stadtverwaltung wurden aufgenommen. Im April 2017 wurden die Genossenschaft gegründet sowie ein Treuhandkonto unter der Verwaltung eines niedergelassenen Notars und Rechtsanwalts eingerichtet.

GLOBE – bereits 40 % der Kaufsumme gesammelt

Mit dem Besitzer der Immobilie wurde ein angemessener Kaufpreis (225.000 € für eine Grundstücksfläche von 2125 qm inkl. 55 Parkplätzen) für das innen wie außen denkmalgeschützte GLOBE sowie ein Vorkaufsrecht bis Ende September 2017 vereinbart. Nach vier öffentlichen Infomationsveranstaltungen in verschiedenen Oldenburger Kultureinrichtungen sind das GLOBE und die Genossenschaftsinitiative mittlerweile weit über Oldenburg hinaus Stadtgespräch. Aktuell hat die Genossenschaft nun schon 88.452,50 € von 160 Bürgern auf das Treuhandkonto überwiesen bekommen (Stand: 15. Juni 2017). Ihnen allen gilt unser großer DANK.

GLOBE-Oldenburg. Ein geschwungener Orchestergraben aus Nussbaumholz – der Charme der 1950er Jahre (c) Frauke Engelmann

GLOBE – Helfen Sie mit!

Mit Ihrer Hilfe können wir gemeinsam den Verfall zu stoppen. Mit dem Erwerb von Genossenschaftsanteilen sorgen Sie für den Erhalt dieses herausragenden historischen Schmuckstücks. Lassen Sie uns gemeinsam die Oldenburger Kulturszene mit der zukünftigen Nutzung dieses Objekts bereichern! Auch kleine und kleinste Summen sind herzlich Willkommen. Unser Treuhandkonto hat die IBAN DE42 2806 0228 0035 6654 00 bei der Raiffeisenbank Oldenburg.

Hierzu noch ein wichtiges Detail: Für JETZT eingehende Spenden können und dürfen wir noch keine steuerabzugsfähige Spendenquittung ausstellen. Die Genossenschaft befindet sich noch in Gründung. Sobald wir offiziell eingetragen sind, kann uns der Status „gemeinnützig“ anerkannt werden.

Mehr Informationen erhalten Sie auf unserer Homepage www.globe-oldenburg.de

Noch mehr Bilder und Hintergrundinformationen finden Sie im NDR-Bericht vom 09.062017 „Genossenschaft will einzigartiges Kino retten“ von Oliver Gressieker.

Für die Kulturgenossenschafr GLOBE-Oldenburg der Vorstand:
Dr. rer nat Nicola Haßold-Piezunka, Heilpraktikerin
Michael Olsen, freier Künstler und Kunsttechniker

Beitragsbild: GLOBE-Oldenburg. Die Vorstellung kann beginnen, das Licht ist schon gedämpft. Bühne mit geschwungenem Orchestergraben aus Nussbaumholz, Holzbestuhlung, Notausgang (c) Frauke Engelmann

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